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Sport

Zusammen schwitzen – Freeletics, Bootcamps & Co.

Schwitzende, keuchende Menschen, die über Treppen kriechen, durch Parks hüpfen und Gewichte schwingen. Die Zeiten, in denen heimlich und stets ein bisschen beschämt zu Hause trainiert wurde – gerne auch mit der neuesten Jane-Fonda-DVD – sind längst vorbei. Heute wird öffentlich und stolz geschwitzt.

Zusammen schwitzen – Freeletics, Bootcamps & Co.
Um gemeinsam ein paar Kalorien zu verbrennen, reicht es oft, via soziale Medien gezielt nach Sportgruppen in der eigenen Stadt oder Region zu suchen. Gleichgesinnte verabreden sich auf öffentlichen Grünflächen oder auf Sportplätzen, und wer will, macht einfach mit.

Guter Start: Fitness-Apps

Hilfreich für das gemeinsame Ganzkörpertraining sind spezielle Workout-Apps, wie zum Beispiel Freeletics. Freeletics bietet komplette Trainingspläne, Video-Tutorials und sogar ein Ernährungscoaching. Umsonst ist das nicht, aber mit 34,99 € für drei Monate bezahlbar. Klar, das Programm ließe sich theoretisch auch alleine durchziehen, aber zusammen macht es einfach mehr Spaß. Das gemeinsame Motivieren innerhalb der Gruppe spielt dabei eine große Rolle, und der Gedanke „Die oder der zieht das jetzt durch, dann schaff ich es auch“ spornt an.

Wer es ein bisschen professioneller angehen möchte, nimmt an einem Bootcamp teil. Auch hier wird öffentlich und in Gruppen trainiert: Liegestütze, Kniebeugen, Klimmzüge – aber unter professioneller Anleitung. Dementsprechend fallen die Preise auch etwas höher aus: Für einen achtwöchigen Kurs, bei dem zweimal die Woche trainiert wird, zahlt man zum Beispiel bei dem Anbieter Original Bootcamp 175 €. Neben der persönlichen Betreuung versprechen die Initiatoren jede Menge Spaß, ein zusätzliches, kostenloses Ernährungscoaching und ein paar Muskeln.

Gruppendynamik nutzen

Dass es unter den Fitnesstrainern mittlerweile regelrechte Stars gibt, die mit ihren Programmen und Bootcamps touren und ganze Arenen füllen, ist neu und mag zunächst etwas verstören. Aber es klappt. Die australische Fitnesstrainerin Kayla Itsines macht‘s vor. Die ausgebildete Personal Trainerin ist die Erfinderin eines angeblich genialen Zwölf-Wochen-Bikini-Programms, hat Millionen Instagram-Follower und Facebook-Fans und füllt mit ihren Bootcamps ganze Stadien. So hüpften beispielsweise rund 2.000 überwiegend junge Frauen durch die komplette Arena Berlin, als Kayla Anfang des Jahres dort zu einem öffentlichen, kostenlosen Bootcamp lud.

Ohne Fleiß kein Preis

Ob Bootcamps, Fitness-Apps und Star-Trainer halten, was sie versprechen? Nun, sicherlich bekommen wir nicht über Nacht die gewünschten Ergebnisse, und das sollte jedem klar sein. Nach wie vor gilt: Für straffere Schenkel, muskulösere Arme und einen flacheren Bauch müssen wir lange schuften. Vielleicht eben auch länger als 12 Wochen. Aber zusammen ist man einfach ein bisschen weniger allein und es macht deutlich mehr Freude.