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Die echte Alternative zur klassischen Finanzierung

Wann lohnt sich Leasing?

Rasante technologische Innovationen führen zu immer kürzeren Produktlebenszyklen. Unternehmen unterliegen einer Marktdynamik, stets auf dem modernsten Stand zu sein. Vorausschauende Unternehmensentscheidungen werden dadurch zunehmend erschwert. Um langfristig erfolgreich zu sein, wird es immer wichtiger, größtmögliche finanzielle Freiräume zu schaffen. Leasing kann hierbei ein bedeutender Erfolgsfaktor sein.

Wann lohnt sich Leasing?
Laut dem Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen werden über 60 Prozent aller Wirtschaftsgüter mit Leasing finanziert. Die Leasing-Branche verzeichnet zweistellige Wachstumsraten und hat sich gerade in Krisenzeiten als sehr robust erwiesen. In der aktuellen Kapitalmarktsituation ist es bei einer Finanzierung nicht unerheblich, wenn sich Bank- und Leasingunternehmen so unterschiedlich anfällig für wirtschaftliche Turbulenzen zeigen. Für den Leasingnehmer gibt es darüber hinaus eine Reihe interessanter Vorteile – überproportionale Liquiditätsvorteile aus der steuerlichen Behandlung bis hin zu wichtigen Freiräumen in seinem Bonitätsrahmen oder bei der Vermögenssicherung zur Altersvorsorge.

Warum gerade Leasing?

Bei vielen Apotheken sind die Umsätze in den letzten Jahren rückläufig und die Spielräume in der Apothekenfinanzierung ausgeschöpft. Was ist nun zu tun, wenn doch in naher Zukunft dringend in die Apotheke investiert werden muss? Wie sehen hier die Finanzierungsoptionen aus? Ist das individuelle Rating bei der Bank schlechter geworden? Ist der Erhalt einer Apothekenfinanzierung beziehungsweise eines Kredits ohne Weiteres möglich? Die charakteristischen Vorteile des Leasings sind Flexibilität, Schonung der Liquidität, Verbesserung der ratingrelevanten Bilanzstrukturen sowie die effizienzsteigernde Auslagerung des gesamten Investitionsprozesses. Es werden die notwendigen Freiräume geschaffen, um sich auf den Wandel der Umfeldbedingungen angemessen vorbereiten zu können.

Vorteile des Leasings
  • Investieren ohne Kapitaleinsatz
  • Schonung der Liquidität
  • Kreditlinie und bankmäßige Sicherheiten bleiben unberührt
  • Klare Planungs- und Kostengrundlage
  • Unabhängigkeit von Zinssteigerungen, dadurch sichere Kalkulationsgrundlage
  • Zahlung der Leasing-Raten aus dem laufenden Ertrag („Pay as you earn“)
  • Leasing-Raten sind Betriebsaufwendungen und für Apotheker steuerlich voll absetzbar
  • Leasing ist bilanzneutral
  • Flexibilität durch Innovationsleasing
  • „Leasing auf Zeit“ statt „Kauf auf ewig“
  • Eigentumserwerb am Ende der Grundleasinglaufzeit wahlweise möglich

Was kann geleast werden?

Gibt es überhaupt Güter, die nicht geleast werden können? Leasing beschränkt sich dabei schon längst nicht mehr auf Fahrzeuge, Kopierer und EDV-Ausstattung. Inzwischen kann fast alles geleast werden, was eine Apotheke für ihr tägliches Geschäft braucht.

Es stellt sich eher die Frage, bei welchen Gütern es wirtschaftlich sinnvoll ist, zu leasen:
  • Alles, was schnell an Wert verliert
  • Alles, was nach der Laufzeit veraltet ist (z.B.: EDV, Kopierer)
  • Große Investitionen, wenn kein Eigenkapital vorhanden ist bzw. wenn das Eigenkapital sinnvoller eingesetzt werden kann (z.B.: Ladeneinrichtung, Warensicherungssysteme oder Laborgeräte)
  • Kleine Investitionen, die nicht die Kreditlinie beanspruchen sollen

Leasing schafft Investitionsspielräume

Leasing ermöglicht Investitionen ohne den Einsatz von Eigenkapital. In der Wirkung ist es mit einer 100-prozentigen Fremdfinanzierung vergleichbar, die in der Kreditwirtschaft selten angeboten wird. Nach dem ,,Pay as you earn“-Prinzip lassen sich die Leasing-Raten aus den erwirtschafteten Erträgen des Investitionsobjekts bestreiten. Dadurch schont Leasing die Liquidität, bestehende Kreditlinien bleiben unberührt (nur wenn nicht über die Hausbank geleast wird) und die monatlichen Raten sind zu 100 Prozent steuerrelevant. Dies alles zusammengenommen führt letztlich zu einer enormen Erweiterung des unternehmerischen Handlungsspielraums gegenüber allen anderen Finanzierungsformen.

Grundsätzlich sollte jeder Unternehmer, der eine größere Investition beziehungsweise eine Investition mit einer langen Laufzeit plant, immer die strategischen Optionen sorgfältig abwägen. Hierfür ist ein Beratungsgespräch mit dem betreuenden Steuerberater entscheidend. Gemeinsam können die Anschaffungspläne skizziert, kalkuliert und bewertet werden. Letzten Endes ist jede Apotheke ein individuelles Unternehmen, das auch betriebswirtschaftlich differenziert betrachtet werden muss. Wie so oft gibt es auch hier kein Schema F, das auf alle Bedarfsfälle passt.

Leasing oder Kauf – welche Unterschiede gibt es genau?

Kauf (mit Eigen- oder Bankfinanzierung)

Trifft ein Apotheker die Entscheidung zum Kauf, muss er sich der wirtschaftlichen und vor allem steuerlichen Folgen bewusst sein. Diese haben nicht unerhebliche Auswirkungen auf Bilanz und Liquidität. Gekaufte Wirtschaftsgüter werden in ihren Anschaffungskosten aktiviert: Sie müssen über die Lebensdauer abgeschrieben werden. Zum anderen muss man sich darüber im Klaren sein, dass man die Abschreibung und auch die Verzinsung des vorab investierten Kapitals in der nachfolgenden Nutzungsdauer über den Absatzmarkt verdienen muss, ohne es zwingend monatlich vor Augen zu haben.

Während eine Apotheke sich durch die Innenfinanzierung Liquidität entzieht, schmälert es bei einer Kredit- oder Bankfinanzierung den ihr eingeräumten Kreditrahmen. Zudem berücksichtigen viele nicht, dass gerade die Bankfinanzierung eine recht teure Angelegenheit sein kann, insofern die mit einem Kredit verbundenen Kosten bei einer Gegenüberstellung mit anderen Finanzierungsalternativen meistens vergessen werden. Ebenso werden bei einer Eigenfinanzierung die kalkulatorischen Zinsen für das eingesetzte Kapital oft nicht berücksichtigt.

Leasing

Die betriebswirtschaftliche Definition in der einschlägigen Literatur ist sehr prägnant: „Unter Leasing versteht man die Nutzung eines Wirtschaftsgutes (Investitionsgutes), ohne jedoch dessen Eigentümer zu sein“, im anglo-amerikanischen Sprachgebrauch auch als „Pay as you earn“-Effekt bezeichnet. Die Investition wird aus dem Ertrag finanziert, den das Investitionsgut bringt. Leasing gewährt also ein von vornherein auf einen bestimmten Zeitraum ausgerichtetes, in der Regel mittelfristiges Nutzungsrecht.

Als typisches Merkmal für Leasing kann das Dreiecksverhältnis zwischen Kunde, Lieferant und Leasinggesellschaft angesehen werden. Leasing verdankt seine Durchsetzung als Finanzierungsalternative in erster Linie seinen steuerrechtlichen Vorteilen. Obwohl der Kunde (Leasingnehmer) das Wirtschaftsgut beim Lieferanten bestellt, wird er nicht wirtschaftlicher Eigentümer. Da der Kunde für die Nutzung nur ein monatliches Entgelt zahlt, liegt auch die Aktivierungspflicht nicht bei ihm, sondern beim Leasinggeber. Die Kosten für die Nutzung finden ihren Niederschlag ausschließlich in der Gewinn- und Verlustrechnung und nicht im Anlagevermögen.