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Outplacement-Erfahrungsbericht



Vorher: Abteilungsleiter;
 Nachher: Geschäftsführer/Vorstand

Es fing damit an, dass es im Unternehmen Umstrukturierungsmaßnahmen gab. Die Zeichen standen auf Trennung. Die Veränderungen trafen eine Reihe von Führungskräften, darunter auch mich. Ich habe das Outplacement-Angebot sofort als Chance begriffen. Ich kannte Outplacement schon, da ich oft bei Personalfragen eingebunden war. Ich wusste, wie positiv der Austausch mit dem Outplacement-Berater wirkt. Über diese mir gewährte Möglichkeit habe ich mich sehr gefreut.

Vorher: Abteilungsleiter;
 Nachher: Geschäftsführer/Vorstand
Wichtig ist, dass man einen Berater hat, mit dem man sich versteht. Ich habe deshalb mit vier potenziellen Beratern aus vier verschiedenen Outplacement-Unternehmen gesprochen. Der Ansatz Outplacement mit Personalvermittlung gefiel mir persönlich nicht so gut, weil du da ganz schnell eine passive Rolle einnimmst. Auch der psychologisierende Ansatz war nicht mein Fall. Ich wollte einen Pragmatiker. Diese Entscheidung hat sich für mich voll ausgezahlt.

Wir haben uns alle zwei, drei Wochen jeweils zwei bis drei Stunden zusammengesetzt. Es gab immer eine konstruktive Rückmeldung. Aber mein Berater hat mir nichts abgenommen. Und das war gut so. Outplacement bedeutet aus meiner Sicht Hilfe zur Selbsthilfe. Man muss sich selbst reflektieren und dann aktiv Schlüsse ziehen. Was kann ich? Was will ich? Was interessiert einen künftigen Arbeitgeber? Es liegt primär an dir selbst, aktiv den beruflichen Erfolg zu suchen.

Am Beginn des Prozesses sollte stets die ehrliche Eigenanalyse stehen. Neben den Gesprächen und Dritttests hat mir selbst ein Handbuch genutzt, quasi eine Checkliste zur Selbstreflexion. Es hat mir geholfen, eine ehrliche Eigenanalyse vorzunehmen. Dein Berater hilft dir, Qualitäten aufzudecken, die verschüttet sind. Vorher im Konzern war alles abgefedert. Der Wechsel in ein kleineres Unternehmen erfordert ein anderes Bewusstsein. Du musst einen Schalter umlegen. Da gibt es plötzlich für alle Themen keine Abteilung, die dir Teillösungen schafft. Mehr Verantwortung heißt auch, die Dinge selbst zu managen und die Verantwortung dafür zu übernehmen. Aber genau das wollte ich ja auch.

Das Besondere an meinem Outplacement-Prozess war, dass ich das neue Unternehmen kurzfristig wieder verlassen habe. Die Zusammenarbeit war aufgrund einer neuen strategischen Unternehmensausrichtung nicht tragfähig für mich. In der Situation gilt es, nicht nervös zu werden. Ich habe diesen Schritt aber nicht bereut. Der Outplacement-Prozess hilft dir, darüber klar zu werden, was wirklich gut ist für dich und was nicht.

Mein Berater hat sich nicht gewundert. Wenn die Suche weitergeht, ist das in Ordnung. Das war vertraglich auch so vereinbart. Der Berater stärkt dein Selbstwertgefühl und macht dir Mut, deinen Weg zu gehen. In dieser Zeit entstand zwischen dem Berater und mir eine besondere Vertrauensbasis. Das war eine tolle Erfahrung. Wenn man so viel Kraft in den nächsten Karriereschritt investiert und so intensiv dabei betreut wird, muss was Gutes dabei herauskommen.