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Wasserproduktion per Windkraft:

Völlig aus der Luft gegriffen

Durch Bevölkerungswachstum und Erderwärmung steht im Jahr 2050 jedem Erdbewohner nur halb so viel Trinkwasser zur Verfügung wie heute. Eine technische Sensation ermöglicht jetzt sogar die Trinkwasserproduktion in der Wüste – per Windkraft.

Völlig aus der Luft gegriffen
Der Wüstenboden ist ausgedörrt, doch die Luft darüber kann über 60 Prozent Luftfeuchtigkeit enthalten – pro Kubikmeter über elf Milliliter Wasser. Mit seiner völlig neuartigen, weltweit patentierten Windkraftanlage WMS 1000 produziert das französische Unternehmen Eole Water, Sainte Tulle, jetzt sogar Trinkwasser – ohne jede externe Energiezufuhr! Zurzeit ist im Emirat Abu Dhabi erst ein Prototyp in Betrieb, der – mit einem vergleichsweise kleinen Rotordurchmesser von 13 Meter – stündlich bereits mehr als 60 Liter Wasser liefert.
Der mit Windkraft durch einen Generator erzeugte Strom dient zunächst dazu, unter Einwirkung von Druck die Luftfeuchtigkeit in Wasser zu kondensieren. Anschließend wird damit das Wasser in einen Tank (10.000 Liter) befördert und in einem dritten Schritt – per Remineralisierung, Filterung und Entkeimung – echte Trinkwasserqualität (gemäß WHO-Richtlinien) erreicht. Die vollständig autarke Trinkwasserversorgung abgelegener Regionen wird somit realisierbar!


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