Inhaltsverzeichnis schließen

Inhaltsverzeichnis

Vereint mehr erreichen

Vereine, Verbände, Verbünde

Was alle Vereine verbindet: die Notwendigkeit zur Gründung. Vereint sind die Gleichgesinnten stärker und können ihre Ziele leichter erreichen. Ein sehr plakatives Beispiel sind Fußballvereine. Die Bereitstellung von Fußballplätzen und ein geregelter Spielbetrieb übersteigen die Möglichkeiten von Einzelnen. Fußball-Clubs schaffen die Infrastruktur. Und werden im Laufe der Zeit von einer organisatorischen Einheit zum Dreh- und Angelpunkt einer eingeschworenen Gemeinschaft. Eine Besonderheit der Vereinskommunikation und wichtiges Element der Corporate bzw. Club-Identity ist sehr oft die Vereinshymne, z.B. beim BVB, 1. FC Köln, Bayern München u.v.m. Das Singen von Vereinsliedern im Stadion stärkt die Zusammengehörigkeit. Sie mindert sicherlich nicht die mit großer Leidenschaft und Lust geführten Diskussionen im Verein.

Vereine, Verbände, Verbünde

Permanenter Gesprächsbedarf

Vereine und ihre Mitglieder leben vom Austausch der Meinungen. Das macht sie lebendig. Während über 80.000 Mitglieder des 1. FC Köln und noch mehr FC-Fans in ganz Deutschland teilweise sehr emotional über ihren Verein diskutieren, erfolgt der Dialog in wirtschaft-lichen Vereinen oder Verbänden, die als Verein organisiert sind, in ruhigeren Bahnen. Infolge föderaler und demokratischer Strukturen besteht dort trotzdem eine sehr große Meinungsvielfalt. Die Aufgabe von Vorstand und Präsidium ist es, dieses Meinungsspektrum zu erfassen, produktiv zu bündeln und zum Wohle aller Mitglieder Entscheidungen zu treffen.

Die dauerhafte Existenz eines Vereins verdankt sich seiner Fähigkeit zum Dialog. Alle Mitglieder werden regelmäßig über die Vereinspolitik und Entwicklungen informiert. Es gibt kein Herrschaftswissen. Aus dem beständigen Informationsfluss, dem Meinungsaustausch im Verein sowie der Teilhabe an richtungsweisenden Beschlüssen ergibt sich der Impuls oder die Bestätigung, aktiv bzw. noch aktiver mitzuarbeiten. Wenn ein Konsens erzielt wird, können die Mitglieder den immer neuen Herausforderungen des Marktes gelassener entgegensehen und ihren unternehmerischen Erfolg besser planen.

Dritter Weg als goldene Mitte

Wirtschaftlich orientierte Vereine in Deutschland haben in den vergangenen Jahrzehnten eine erstaunliche Entwicklung vollzogen. Aus kleinen Gruppen mit Spezialinteressen und eher geringer Außenwirkung sind starke Organisationen geworden, die mit Beharrlichkeit, Überzeugungs- und Innovationskraft viele Dinge zum Besseren verändern können.

Das weltweit bewunderte „Modell Deutschland“ – angefangen mit dem Wirtschaftswunder vor über 50 Jahren – basiert nicht nur auf Fleiß, Qualitätsbewusstsein, Ingenieurskunst oder einem dualen Bildungssystem. In einer freien und sozialen Marktwirtschaft, im Rahmen einer lebendigen Bürgergesellschaft, werden Menschen immer wieder dazu ermuntert, sich zusammenzuschließen, um zwischen privatwirtschaftlichem und öffentlichem Sektor, zwischen marktwirtschaftlichen Risiken und staatlicher Überregulierung einen alternativen, dritten Weg zu gehen, der sich sehr oft als die goldene Mitte erweist.

Auf den folgenden Seiten präsentieren wir einige Beispiele.