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Zukunftsaufgabe Mobilitätsmanagement

Travel meets Fleet

Anfang April 2014 in Berlin: Dirk Gerdom, Präsident Verband Deutsches Reisemanagement VDR e.V., und Marc-Oliver Prinzing, Vorstandsvorsitzender Bundesverband Fuhrparkmanagement e.V. begrüßten die Teilnehmer der Frühjahrstagung für Geschäftsreise- und Mobilitätsmanagement 2014. Wenn 250 der wichtigsten bundesdeutschen Travel- und Fuhrparkmanager zusammentreffen, herrscht, trotz unterschiedlicher Blickwinkel, doch eine gemeinsame Überzeugung: Der Wirtschaftsstandort Deutschland braucht uneingeschränkte und möglichst günstige betriebliche Mobilität.

Travel meets Fleet
Dass Mobilität für Unternehmen nicht nur globale Reisefreiheit meint, sondern auch uneingeschränkte Integrität, bewies gleich die symbolische Übergabe des VDR Negativ-Preises „Return to Sender“ an die PRISM Group. „Im Laufe der Jahre hat sich der Nebel um die Weiterleitung der Flugbuchungsdaten an den US-amerikanischen Datenhändler eher verdichtet als gelüftet“, so der Leiter des VDR Fachausschusses Flug, Jörg Martin. Man werde daher weiter das Gespräch mit der PRISM Group suchen, um alle sensiblen Fragestellungen klären zu können.

Praxis trifft Wissenschaft

Die kämpferische Grundhaltung wandelte sich in sechs Foren über zwei Veranstaltungstage zu einer fachlich-sachlichen Mobilitätsdiskussion auf höchstem Niveau und wurde von zahlreichen Best-Practice-Beiträgen und der Präsentation wissenschaftlicher Studien getragen. Themen wie Fuhrpark- und Travelmanagement, Synergien durch Zusammen¬legung von Business Travel Management und MICE, nachhaltiges Fuhrparkmanagement, Gesamtmobilität aus der Cloud: absolute Leckerbissen für wahre Mobilitätsexperten. Neben Fragen der Abrechnung und Kostenoptimierung kam auch der Faktor „Mensch“ nicht zu kurz.

Geschäftsreisende brauchen Privatsphäre

Dass der Geschäftsreisende auch mal zur Ruhe kommen müssen, machte Till Runte, Geschäftsführer BTME Certified, deutlich. Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass weltweit rund 656.000 Apartments für Geschäftsreisende zur Verfügung stehen. Bereits der Check-in ist persönlicher und individueller als im Hotel. Ein Drittel der Gäste bleibt einen Monat oder mehr, 15 Prozent der Bewohner zwischen einer Woche und einem Monat, 45 Prozent bis zu sechs Tagen. Wenn die Mitarbeiter vor Ort besser „performen“, dann liegt es oftmals daran, dass sie sich im Apartment wie zu Hause fühlen.

Berliner Aspekte

50 interessierte Tagungsteilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich ein ganz eigenes Bild vom fast fertigen Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt zu machen. Eine zweistündige Tour zu Fuß in die Gebäude und per Bus auf das Vorfeld ließ erahnen, wie schön dieser neue Flughafen einmal sein wird. Der Kontrast komplett eingerichteter Check-in-Counter und abgesperrter Baustellen-Bereiche zeigte den mit Helm und Signalweste bekleideten Besuchern deutlich die Bedeutung funktionierender Infrastrukturen für perfektes Mobilitätsmanagement.

Wertvolle Synergie-Potenziale

VDR Präsident Dirk Gerdom sah sich zum Abschluss der Frühjahrstagung erfreut in der Idee bestätigt, dass „Travel und Car Fleet wertvolle Synergie-Potenziale“ ergeben, die es zu nutzen gelte. Der VDR und sein Kooperationspartner Bundesverband Fuhrparkmanagement würden sich als Impulsgeber für „innovative, zukunftsweisende Mobilitätskonzepte“ verstehen. Die Umsetzung neuster Erkenntnisse müsse dann konkret zwischen Unternehmen und ihren Mobilitätspartnern umgesetzt werden.

Orientierungspunkt weiterer gemeinsamer Veranstaltungen soll künftig es sein, Travel- und Flottenmanager in ihrer Rolle als Mehrwertschaffende zu unterstützen: zum Wohl für alle Geschäftsreisenden, die Unternehmen und die Umwelt.