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Gesundheit

Rückenschmerzen? Nicht auf die Zähne beißen

Anstatt morgens erfrischt aufzuwachen: Kopfschmerzen, Ohrengeräusche, Verspannungen der Nackenmuskulatur und sogar Bandscheibenprobleme. Die neue Matratze ist dafür nicht verantwortlich, sondern nächtliches Zähneknirschen.

Rückenschmerzen? Nicht auf die Zähne beißen
Dem Zahnarzt genügt ein kurzer Blick: Die Schneidekanten der Vorderzähne sind teilweise ausgebrochen oder erscheinen durchsichtig wie Glas. Das Zahnfleisch bildet sich zurück. Die Zahnhälse sind empfindlich gegen Kälte, Wärme, Süßes, Saures oder auch beim Zähneputzen. Die nächtliche Belastung der Kaumuskulatur wirkt sich negativ auf Nacken- und Rückenmuskulatur der Patienten aus. Rückenschmerzen sind die Folge.

Der Zahnarzt empfiehlt dann keine Rückenmassagen, sondern eine Aufbiss-Schiene. Sie besteht in der Regel aus transparentem Kunststoff und wird von den „Knirschern“ vor dem Schlafengehen auf die Zähne, meistens die des Oberkiefers, gesteckt. Die Aufbiss-Schiene soll Störkontakte durch Füllungen oder Zahnersatz ausgleichen, vor allem den beweglichen und ständig reibenden Unterkiefer in eine stabile Position bringen, Kiefergelenke und Kaumuskulatur entlasten, letztlich das Pressen und Knirschen verhindern.

Und das ist gut so. Denn wenn „Knirscher“ im Schlaf ihr Gebiss bewegen, lasten mehrere hundert Kilo auf den Zähnen. Und das über Stunden, Wochen, Jahre. Die Aufbiss-Schiene ist dennoch nicht der Weisheit letzter Schluss, sondern nur eine bewährte Möglichkeit, Symptome zu lindern, und der erste Schritt zur Selbsterkenntnis.

Das Knirschen kommt in der Regel von seelischen Belastungen. Wer im Schlaf knirscht, weil er gestresst ist, muss diesen Stress oder Konflikte­ loswerden. Ob beruflicher oder privater Druck, Prüfungen, finanzielle Probleme, Überforderung, Mobbing, unterdrückte Aggressionen – das alles können Gründe sein, die „Zähne zusammenzubeißen“.