Inhaltsverzeichnis schließen

Inhaltsverzeichnis

Travel Management:

Mit Aufgaben überfrachtet?

Wenn’s irgendwo im Unternehmen kneift, soll’s vielfach der Travel Manager richten. Schließlich ist der ja sowieso mit den Bereichen Beratung, Einkauf, Cargo, Controlling und Buchhaltung vertraut! Mit Aufgaben überfrachtet – wie sollen Manager professionell damit umgehen?

Mit Aufgaben überfrachtet?
So mancher wird sich noch an die Zeit erinnern – damals, als allmählich das Berufsbild des Travel Managers entstand. „Damals“ ging es doch tatsächlich vor allem darum, Reisende von „A“ nach „B“ zu bringen – lang ist’s her! Wer sich dagegen einmal anschaut, was der heutige Alltag Reiseexperten abverlangt, wird vor allem eines feststellen: Mit den Anfangsjahren der Profession hat das alles nicht mehr viel gemein. Das Berufsbild des Travel Managers hat sich drastisch gewandelt.

„Hat das nicht irgendwie was mit Reisen zu tun? Sprechen Sie doch bitte einfach unsere Travel Manager an!“ – Bemerkungen wie diese fallen inzwischen fast täglich in deutschen Unternehmen. Ob sich die jeweilige Herausforderung dann tatsächlich von den Reiseexperten meistern lässt und sie wirklich in seinen Aufgabenbereich fällt – all das darf allzu oft angezweifelt werden. Doch meist ist es zu spät, der Travel Manager hat den Vorgang auf seinem Tisch liegen – Hauspost und E-Mail sei Dank.

Dabei ist die alltägliche To-do-Liste eines Travel-Managers – auch ohne solch zweifelhafte Zusatzaufgaben – längst ellenlang. Er oder sie soll gesperrte Kreditkarten wieder funktionsfähig machen, mit Hotels kommunizieren, Reklamationen durchfechten, verloren gegangenes Gepäck wiederfinden und Verträge unter Dach und Fach bringen. Gleichzeitig dürfen ihm oder ihr natürlich künftige Trends nicht entgehen, die er oder sie doch bitte mit prophetischem Geschick in „wichtige“ und „unwichtige“ unterteilen möge! Und selbstverständlich behält der Travel Manager dabei alle aktuell relevanten Ereignisse im Blick – vom Fluglotsenstreik bis zum anrückenden Unwetter. Dass man außerdem jung, geduldig und „rund um die Uhr“ verfügbar sein möge, versteht sich von selbst. Kurzum: Eigentlich müssen Travel Manager heute Psychologe, Controller, Rechtsanwalt, Einkäufer, Trend-Scout, Coach, Consultant und IT-Experte in einer Person sein!

Unverzichtbar: die nötige Kontrolle

Vor allem aber benötigen Travel Manager die Fertigkeiten von Jongleuren. Gefragt ist nämlich ihr Talent, das große Ganze im Auge und sämtliche Bälle in der Luft zu halten. Schließlich haben sie eben nicht mehr allein die Aufgabe, sich um die Reisenden und deren jeweilige Buchung zu kümmern. Travel Manager müssen und sollen in einem sich immer stärker differenzierenden Markt alle erdenklichen Aspekte sämtlicher Reise-, Transport- und Abrechnungsmöglichkeiten kennen – und sie darüber hinaus auch im Griff haben! Verlieren sie die Kontrolle über einen ihrer „Bälle“, kommt schnell alles durcheinander – und die Kundenzufriedenheit gerät in Gefahr. Um diesen kontinuierlich wachsenden Herausforderungen gerecht werden zu können, bedarf es professioneller Unterstützung und verlässlicher Partner. Erfolgreiches Arbeiten setzt einen zuverlässigen IT-Support, einen flexiblen Kreditkarten-Anbieter und ein hilfsbereites Schnittstellenmanagement voraus. Am wichtigsten aber ist ein exzellenter Reisebüro-Partner.

Werden Travel Manager mit Aufgaben überfrachtet? Ja und nein. Ihre Aufgaben haben sich verändert, sie müssen lernen, sich immer wieder anzupassen, sich Partner zu suchen, die ihnen helfen, nachhaltig die Herausforderungen modernen Reisemanagements zu meistern. Aber zweifellos: Engagierte Travel Manager können all das leisten – wenn sie anerkennen, dass sich von ihnen nicht mehr alles in Eigenregie organisieren lässt. Es bedarf heute halt der Unterstützung vieler gut koordinierter Hände, um alle Bälle in der Luft zu halten.
shutterstock.com/Pressmaster