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Verband Deutsches Reisemanagement e.V. (VDR):

Komplex, aber clever

Das Wort „Verbandsstruktur“ lässt schon phonetisch erahnen, dass es innerhalb derselben kompliziert zugehen kann. Anders beim VDR: Trotz Größe und Vielschichtigkeit gelingt es dort, die eigene Verbandsstruktur in den Dienst einer schlichten Aufgabe zu stellen: Alle Mitglieder sollen profitieren. Hier ein Überblick.

Komplex, aber clever
Geschäftliche Mobilität erfordert sowohl in der Wirtschaft als auch im öffentlichen Sektor professionelles Management. Bereits seit 1974 ist der VDR Ansprechpartner, wenn es darum geht, den Bereich Geschäftsreiseverkehr betrieblich zu optimieren. Der Verband vertritt mit seinen Mitgliedsunternehmen ein Geschäftsreisevolumen von 10,3 Milliarden Euro pro Jahr – und ist die zentrale Interessenvertretung der deutschen Wirtschaft rund ums Geschäftsreisemanagement. Als Mitglieder gehören ihm annähernd 530 Unternehmen aller Branchen und Größenordnungen an. Der Verband bündelt die Mobilitätsinteressen seiner Mitglieder und gibt ihnen Orientierung und Stimme. Der VDR versteht sich dabei zugleich als Wissensdatenbank und starke Netzwerk-Plattform.

Die zeigt, worum es im Kern geht: Netzwerkbildung und Erfahrungsaustausch! Flankiert wird dieser zentrale Anspruch einerseits vom Know-how im Kreise der Mitglieder (linke Seite Grafik) und von einem Informations- und Synergiezentrum (rechte Seite Grafik). Das Mitglieder-Know-how manifestiert sich in Fachausschüssen und Expertenkreisen, die ihrerseits Studien und Arbeitspapiere entwickeln und darüberhinaus Qualitätsstandards setzen und Standardinstrumente begründen. Das Informations- und Synergiezentrum wiederum sorgt für Transfer und bestmögliche Nutzbarkeit: unter anderem in Form eines webbasierten Wissens- und Dokumentenpools, eines Newsletters, einer Jobbörse, eines Expertenpools zur Beantwortung auch kniffliger Fragen, verschiedener Diskussionsforen, aber auch durch Sponsoring-Aktivitäten und konkrete Einkaufsvorteile, zum Beispiel bei Flügen und Mietwagen.

Verband und Öffentlichkeit

In seiner Außenorientierung (dargestellt auf der vertikalen Achse der Grafik) geht es dem Verband insbesondere um die Vermittlung von Kompetenz gegenüber allen an Mobilität Interessierten – unter anderem in Form von Tagungen, Regionaltreffen, Fachseminaren, Workshops, aber auch mit kompletten Ausbildungsgängen und Webinaren. Hier angesiedelt ist auch die „VDR-Akademie“, die u. a. Fachstudiengänge zum „CTM-Certified Travel ManagerTM“ und zum „CMO-Certified Meeting OrganizerTM“ anbietet. Darüber hinaus betreibt der VDR gegenüber Politik und Wirtschaft sowohl national als auch international selbstverständlich auch konkrete Interessenvertretung: Für das Travel Management relevante Themen und Kompetenzfelder werden identifiziert, entsprechende Themen kommuniziert und öffentlich platziert. Hinzu kommt die intensive Zusammenarbeit des VDR mit anderen Verbänden.

Corporates und Supplier

„Der VDR bietet ein Netzwerk, das durch gegenseitige Hilfestellung auch Quereinsteigern hilft, viele Verbesserungen im Unternehmen einzuführen“, erklärt Jeanette Prévôt, Travel Management, GARDENA AG, Ulm. Und auch Kerstin Klee, Travel Management, Webasto AG, Stockdorf, weiß, was sie am VDR hat: „Ich bin seit einigen Jahren Mitglied im VDR, weil mir die Ausbildung zum CTM-Certified Travel Manager™ einen sehr guten Einstieg in das Thema Travel Management ermöglicht hat. Und weil das breite Netzwerk des VDR für mich unersetzlich ist.“ Zwei Stimmen von vielen – und zwei Repräsentanten der sogenannten „Corporates“ im VDR. Sie machen rund zwei Drittel aller Mitglieder (= „ordentliche Mitglieder“) aus: Travel Manager und ähnliche Funktionsträger in Unternehmen aller Branchen und Größenordnungen. Ein Drittel aller Mitgliedsunternehmen zählt zu den sogenannten „Suppliern“ (= „außerordentliche Mitglieder“): Bei diesen „Leistungserbringern“ versammelt sind unter anderem IATA-Luftverkehrsgesellschaften, Hotelketten, Mietwagenunternehmen, die Deutsche Bahn AG, Geschäftsreisebüros und weitere Dienstleister der Geschäftsreisebranche.

VDR und VDR-Service GmbH

Doch wie werden Verbandsentscheidungen umgesetzt? Das Präsidium des VDR wird von der Mitgliederversammlung für drei Jahre gewählt. Dieses gewählte Präsidium, geleitet von VDR-Präsident Dirk Gerdom, bestimmt die Leitlinien und die Geschäftspolitik des Verbandes. Darüber hinaus beruft es den Hauptgeschäftsführer des VDR – hauptamtliches Mitglied im Präsidium. Hauptgeschäftsführer Hans-Ingo Biehl ist zugleich Geschäftsführer der VDR-Service GmbH. Gesellschafter der VDR-Service GmbH ist der VDR e.V., vertreten durch den Präsident und Vizepräsident. Durch die Aufgaben und Funktionen im Rahmen der Gesellschafterversammlung nimmt das Präsidium Einfluss auf die Geschäfte der VDR-Service GmbH und fungiert gemeinsam mit einem Verwaltungsrat als Kontrollgremium. Die Liste aller Services, die der VDR seinen Mitgliedern bietet, ist lang. Umfassende Informationen zu allen Leistungen des Verbandes finden Interessierte auf www.vdr-service.de. Und wer all das praktisch nutzen möchte, wird Mitglied!

VDR-Fachausschüsse und Regionaltreffen

VDR-Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich in derzeit zwölf Fachausschüssen. Hier tauschen sich Experten zu speziellen Themen untereinander aus und entwickeln Hilfsmittel wie Leitfäden und Checklisten, die allen VDR-Mitgliedern kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Die aktuellen Themenbereiche:

  • Bahn
  • Flotte/Mietwagen
  • Flug
  • Hotel
  • Kennzahlen
  • Mittelstand
  • Nachhaltigkeit
  • Reisebüro
  • Reisekosten
  • Sicherheit
  • Technologie
  • Veranstaltungen
Darüber hinaus kommen jeweils circa 100 VDR-Mitglieder zwei Mal jährlich bei Regionaltreffen zusammen. Verteilt auf insgesamt sieben Regionen, entsprechen diese Gremien dem Bedarf nach lokaler Präsenz: Der VDR bietet seinen Mitgliedern damit Gelegenheit, in kleiner Runde mit Kollegen oder Geschäftspartnern Erfahrungen auszutauschen, neue Trends zu diskutieren und Verbandsneuigkeiten zu erfahren. Bei diesen Veranstaltungen sind auch Nicht-Mitglieder als Gäste willkommen.


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