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Web 2.0 und Alter Ego:

Gravatar gesucht?

Spätestens seit James Camerons Science-Fiction-Spektakel Avatar lassen wir uns von der Verschmelzung realer und künstlicher Welten verzaubern. Und immer mehr Menschen entwickeln Spaß daran, ihr Alter Ego ins Internet zu stellen.

Gravatar gesucht?
Wegen fehlender Millionen-Dollar-Budgets begnügen wir uns im Web 2.0 in Foren oder Blogs allerdings mit kleinen stilisierten Icons. Die sichern einerseits unsere Anonymität, heben uns aber andererseits aus der grauen Masse hervor. Ein bislang ungelöstes Problem: Da Avatare anwendungsabhängig sind, müssen sie jedes Mal neu generiert werden! Das frustriert den seriösen „Social-Netter“, der nicht eine Handvoll Alter Egos haben will, sondern immer das eine ganz besondere Icon oder durchaus auch das reale Foto, das ihn nun mal von der Schokoladenseite zeigt.

Dort können User endlich ihr plattformunabhängiges Alter Ego erschaffen: einen „Gravatar“ (Globally Recognized Avatar). Da Gravatare an E-Mail-Adressen geknüpft sind, lässt sich immer ein und derselbe Gravatar als virtueller User-Alias nutzen. Jeder User kann nun jedem Blog oder anderen System seinen globalen Avatar hinterlassen, ohne sich bei jedem Blog zu registrieren und dann ein Bild hochladen zu müssen.


Warnhinweis: Durch die Verwendung bei unterschiedlichen Internetaktivitäten ist dem Betreiber des Gravatar-Dienstes die Erstellung eines umfassenden Benutzerprofiles möglich, das der Anbieter beispielsweise für Werbezwecke verwenden kann. Das muss einen aber nicht weiter stören: Jeder, der mit einem cleveren realen Ego ausgestattet ist, wird sich dort mit einer separaten – statt zum Beispiel mit seiner offiziellen E-Mail-Adresse im Büro – registrieren.
EDHAR/shutterstock.com