Inhaltsverzeichnis schließen

Inhaltsverzeichnis

Werte-Index 2012:

Werte im Wandel – Chance und Risiko!

Missversteht ein Unternehmen die Wünsche und Werte seiner Käufer, hat es ein Problem. Ob im Regal oder im edlen Flagshipstore – nichts geht mehr! Der neu erschienene „Werte-Index 2012“ hilft bei der Orientierung: Er analysiert den Wertewandel – und kommt zu überraschenden Ergebnissen.

Werte im Wandel – Chance und Risiko!
Corinna Langwieser
selbst. Trend-, Zukunftsforscherin und Journalistin
 
Telefon: 0175 / 244 56 36
Telefax:
E-Mail: c.langwieser@trendcoach.de
 
Adresse: www.trendcoach.de
 
 
Werte im Wandel – Chance und Risiko!
Trend-, Zukunftsforscherin und Journalistin
In einer Welt des Überflusses genießen Werte hohe Priorität. Ansprüche hinsichtlich Freiheit, Familienorientierung, Gemeinschaft, aber auch Konsum profilieren uns, machen uns erkennbar für Freunde und Gleichgesinnte. Doch wo im Industriezeitalter Rolex, Porsche – oder eben auch die Ente – als Erkennungsmerkmale funktionierten, geht es in der Netzwerkökonomie zusehends um immaterielle Werte. Die wiederum lassen sich auch durch den Kauf bestimmter Marken vermitteln – wenn das jeweilige Unternehmen diese Werte denn stringent vertritt!

Die Wert-Logiken werden heute völlig neu verhandelt – in Echtzeit und zusehends global. Für Unternehmen ist es deshalb entscheidend, den Wandel relevanter Werte so früh wie möglich zu erkennen. Dabei hilft das TRENDBÜRO. Mit dem Werte-Index 2012 hat es ein für Unternehmen relevantes Tool geschaffen, das den Wertewandel in Deutschland kontinuierlich analysiert – und so dem wertebasierten Marketing eine solide Basis verschafft. Darüber hinaus zeigt er Unternehmen, wie sie Werte glaubwürdig vertreten und praktisch anwenden können.

Der zeichnet zunächst ein differenziertes Bild, welche Bedeutung elementare Werte in den Augen der Menschen haben. Analysiert werden zwölf grundlegende Werte. Kein anderes Medium könnte hierbei so aussagefähig sein wie das Internet: 52,7 Millionen Bundesbürger ab 14 Jahre, 74,7 Prozent der Bevölkerung waren darin im Untersuchungszeitraum 2011 aktiv. Deshalb liegen dem Werte-Index 2012 detaillierte Analysen zugrunde, wie häufig und in welchen Kontexten Internet-Nutzer diese zwölf Werte im deutschsprachigen Web besprochen haben. Die im Werte-Index präsentierten Ergebnisse zeichnen damit ein äußerst aussagekräftiges Bild des Wertewandels in Deutschland.

Sollen Unternehmen also einfach den neuesten Wertetrend „aggressiv“ in die aktuelle Marketingkampagne einbinden? Mitnichten! Der Konsument hat sich entwickelt, er ist besser informiert, skeptischer gegenüber Behauptungen und bewusster in seinen Entscheidungen. Vertrauen – oder besser das Wiederherstellen von Vertrauen – ist deshalb die Basis von allem. Marketing-Verantwortliche müssen zunächst lernen, den Konsumenten wieder als Menschen ernst zu nehmen!

Der Kampf um die Aufmerksamkeit des Kunden eskaliert. Umso wichtiger ist es für Unternehmen, echte eigene Werte für sich zu identifizieren und sich auf sie zu konzentrieren. Nur wer weiß, für welche Werte er wirklich steht, wird diese im Sinne eines wertebasierten Marketings glaubwürdig und nachhaltig nach innen und außen vertreten. Das aber ist die wichtigste Voraussetzung, um als Unternehmen und Marke Zukunft gestalten zu können.

Geteilte Werte – für doppelten Gewinn

„Marke“ wird in diesem Sinne zusehends nicht mehr das sein, was der Hersteller zu sein vorgibt, sondern was Konsumenten ihm glauben, was sie ihm „abnehmen“ – und was sie daraus machen. Genau wie für den Menschen werden Werte auch für Unternehmen zusehends zum primären Unterscheidungsmerkmal. Sie sind die Basis für Vertrauen und Zustimmung – und für Unternehmen die Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg. Es klingt fast banal, aber es sind die Werte, mit denen sich heute und morgen Wert schöpfen lässt. In diesem Sinne sind es echte „Shared Values“, die den neuen Shareholder Value bilden!

Werte-Index 2012: zentrale Erkenntnisse

In der sich ausprägenden Netzwerkökonomie genießt der Wert „Freiheit” weiterhin höchste Priorität. Die wird zunehmend als Wunsch nach Unabhängigkeit von übergeordneten, undurchsichtigen Strukturen (Staat, Finanzmärkte) interpretiert. Freiheit bedeutet nicht mehr freie Auswahl oder mehr Individualität, sondern Autonomie. Aufgestiegen ist der Wert „Gemeinschaft” – von Platz zehn (2009) auf Platz vier (2012). Angesichts einer unsicheren Zukunft, in der staatliche Institutionen immer weniger Sicherheit bieten, wird der Rückhalt verstärkt in Gemeinschaften und Netzwerken Gleichgesinnter gesucht. Auch die Werte „Familie” und „Gesundheit” verbesserten ihre guten Platzierungen aus 2009 weiter. In der komplexen, leistungsorientierten Welt markiert die Familie einen Ort der Wärme, Ruhe und Geborgenheit. Als solcher wird sie zum wichtigen – in der Realität immer schwerer umsetzbaren – Wunschbild. Gesundheit ist zum Synonym für das persönliche Wohlgefühl, aber auch für Schönheit und Jugendlichkeit geworden.

Corinna Langwieser, geb. Mühlhausen, absolvierte den Studiengang Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste in Berlin, bevor sie 1995 zum Trendbüro nach Hamburg kam. Seit dem Jahr 1998 arbeitet sie selbständig als Trend-, Zukunftsforscherin und Journalistin. Gemeinsame Projekte und Publikationen gibt es seit 1999 mit dem Zukunftsinstitut von Matthias Horx. Zusammen mit Prof. Peter Wippermann hat sie den Begriff "Healthstyle" geprägt und in vielen gemeinsamen Publikationen und Forschungsaufträgen mit Leben gefüllt. Daneben hat sie sich als freie Autorin, Journalistin und Referentin in Deutschland, Österreich und der Schweiz einen Namen gemacht.

shutterstock.com/Solovyova Lyudmyla; shutterstock.com/Yuri Arcurs; shutterstock.com/Luis Louro