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Trend Urbanisierung:

Megacities – Megastress?

Schon seit 2010 lebt laut UN-Angaben mit 3,3 Milliarden die Hälfte der Erdbevölkerung in „urbanen Regionen“. 2030 werden es rund fünf Milliarden, 2050 6,4 Milliarden sein. Der Trend geht in Richtung Megacities – mit Bevölkerungszahlen in Zig-Millionenstärke. Eine ungeheure Herausforderung – ökonomisch, ökologisch, sozial und kulturell.

Megacities – Megastress?
Die Stadt steht als Lebensraum für Aufbruch, für unbegrenzte Optionen und für die Sehnsucht des Individuums nach Selbstverwirklichung. Und doch dürfen die Schattenseiten nicht aus den Augen verloren werden: Das Leben in der Stadt ist schnell und aufregend. Das Herz der Megacities schlägt mit hoher Taktzahl. Wie können wir dafür sorgen, dass alle Schritt halten?

Waren es in der Vergangenheit vornehmlich die Industriestaaten, die den Megatrend der Urbanisierung befeuerten, kommen die stärksten Wachstumsimpulse nun aus den Emerging Countries: Allein China wird 2025 über sagenhafte 221 Millionenstädte verfügen. Die Sehnsucht nach einem besseren Leben in der Stadt ist eine globale: Gespeist aus einer Melange aus wirtschaftlicher Not und der Hoffnung auf persönliche Freiheit, findet in fast allen Regionen der Erde eine Landflucht statt. Der Mensch macht sich auf vom Land in die Stadt. Mobilität erscheint zusehends als Grundvoraussetzung für das persönliche Glück. Travel Management wird zur Schlüsselkompetenz – für die Unternehmen, aber auch für jeden einzelnen Menschen.

Die Welt in Bewegung

Gesellschaften im 21. Jahrhundert sind mehr denn je durch einen erhöhten Mobilitätsaufwand gekennzeichnet. Dabei bleibt das Auto auf absehbare Zeit das zentrale Verkehrsmittel. Zu sehr ist das Mobilitätsverhalten auch im 21. Jahrhundert weiterhin mit dem Bedürfnis nach individueller Fortbewegung verknüpft. Daneben prophezeit man in der Studie „Verkehr 2050“ der Europäischen Kommission vor allem dem Luftverkehr, aber auch dem Verkehr per Bahn und Bus in den nächsten Jahrzehnten eine wachsende Bedeutung aufgrund von Geschäftsreise-, aber auch Urlaubstätigkeit. Weltweit wird es bereits im Jahr 2020 jährlich über 1,2 Milliarden Reisende geben, die zwischen verschiedenen Ländern unterwegs sind.
Vor allem in den Städten wird diese Mobilität zur Herausforderung. Allerorten haben Städte mit der steigenden Verkehrsbelastung, mit Stress, Staub und Staus zu kämpfen. Doch die ersten Weichen in die Zukunft sind bereits gestellt: Vor allem die europäischen Städte haben ihr Gesicht in den letzten Jahren radikal verändert. Viele Stadtkerne sind neu begrünt und verkehrsberuhigt. Die Lebensqualität wurde verbessert. Damit ist auch ein neuer Urbanpatriotismus entstanden: Menschen identifizieren sich stärker denn je mit ihrer Stadt.

Travel Management trifft Nachhaltigkeit

Und auch die Globalopolis, die globale Megastadt, ist nicht zwangsläufig zum chaotischen Moloch-Dasein verurteilt. Eine neue Generation global denkender Bürgermeister widmet sich heute der systemischen Stadtplanung. In den Steinwüsten und Ghettos von Sao Paolo, Manila oder Kalkutta experimentiert eine neue Generation von international ausgebildeten Stadtplanern mit neuen Methoden öko-urbaner Transformation. Andernorts entstehen grüne Zukunftsstädte, die ihre Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen beziehen und infrastrukturelle Fehler der Vergangenheit vermeiden wollen. Der Stadt tut das gut: Gemäß dem A.T. Kearney Global City Index wird die Bedeutung der Megacities in den nächsten Jahrzehnten weiter wachsen. Sie sind die Hotspots der Weltgesellschaft, die kosmopolitischen Zentren. Wir sollten also dafür sorgen, dass die Lebensqualität in den Städten weiter steigt und nicht durch die wachsende Reisetätigkeit gemindert wird. Daran kann jeder Mensch individuell für sich arbeiten, indem er sich um einen Ausgleich zwischen den verschiedenen Herausforderungen in Beruf und Privatleben bemüht. Und dazu kann auch intelligentes Travel Management beitragen, mit dem Unternehmen dafür sorgen, dass ihre Mitarbeiter ohne Megastress in Megacities leben können.


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